DER FUNKE SPRANG ÜBER
Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit bieten, sich auf der Theaterbühne auszuprobieren und selbst besser
kennen zu lernen, gehört inzwischen zu einem regelmäßigen Angebot der
Theaterfreunde, Förderverein des Landestheaters Detmol de.V. Insgesamt 22
Teilnehmer nutzten in der Woche vom 19. bis 24. Februar 2007
die Chance, mit Theaterpädagogin Mavi Frevert zu arbeiten – und
zogen ein rundum
positives Fazit: „Es hat großen Spaß gemacht und wir haben uns alle
gut verstanden“,
resümierte Anna-Lena Arndtstellvertretend.
Mavi Frevert hatte den Workshop, aufgeteilt in zwei Altersgruppen
(8 –13 und14 – 26 Jahre), unter das Motto „Improvisation der Funke des Lebens“ gestellt. „Ziel des
Workshops war, die Kinder und Jugendlichen auf eine Reise zu schicken, eine Reise, bei der sie
sich selbst neu entdecken sollten. Dazu war es wichtig, zu ihnen eine ganz besondere
Beziehung aufzubauen, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen“, erläuterte Mavi
Frevert. Dies gelang der gebürtigen Peruanerin „Für mich war der Workshop
der erste Kontakt mit dem Theater, doch ich fühlte mich sofort wohl“, berichtete zum
Beispiel Ramona Lerche. „Teilweise war es nicht einfach, über seinen Schatten zu
springen und ein komplett anderer Mensch zu sein, doch ich empfand das als eine
sehr positive Erfahrung.“ Auch Mauricio Wayar Soux sah die Arbeit im Workshop als großen
Gewinn: „Mir war es u. a. wichtig, mich innerhalb des Kurses mit dem Thema ‚Lampenfieber` auseinander zu setzen, um diese Erfahrungen dann als Musikstudent
nutzen zu können, z. B. bei einem öffentlichen Vorspiel. Der Workshop hat mir tatsächlich geholfen: Wir haben z. B.
Darstellungen mit verschiedenen Objekten (Masken, Nasen, Kostüme) ausprobiert
und dabei Unterschiede festgestellt. Im musikalischen Bereich kann ich ebenso verfahren und‚ das Objekt‘ z. B. durch ein
Musikinstrument ersetzen.“ Es waren verschiedene Arbeitsmethoden, mit denen Mavi
Frevert die Teilnehmer auf die Selbstentdeckungsreise schickte: So mussten sie Gefühle ausdrücken, Begrüßungsrituale üben,
Handlungen zu einem Gedicht erfinden oder Pantomimisches erarbeiten: „Dabei
hatten wir rote Nasen auf, und es war spannend zu beobachten, wie sich gleich
alle Teilnehmer total albern benahmen“, schilderte Esther Süß. Am Ende stand bei
beiden Kursen die szenische Aufführung einer in sich geschlossenen Geschichte.
Mavi Frevert war mit „ihren“ Kindern und Jugendlichen mehr als zufrieden: „Ich
habe mich sehr gefreut, dass ich sie bei ihrem Reiseprozess begleiten durfte. Jeder hat etwas ganz Persönliches für sich
mitnehmen können, der Funke sprang tatsächlich über.“ Auch viele Eltern
zeigten sich begeistert: Wir finden es klasse, dass der Förderverein solche
Theaterworkshops
anbietet!“ Peggy Pfaff